Sinnhaftigkeit und Ablauf von Kinderpatenschaften

Sinnhaftigkeit und Ablauf von Kinderpatenschaften

Sind Kinderpatenschaften entwicklungspolitisch sinnvoll?

Ja. Durch die Unterstützung der Eltern, die ihre Kinder nicht als Arbeitskraft benötigen, ermöglichen wir es den Patenkindern, eine Schule zu besuchen. Denn wir sind der Meinung, dass Bildung ein wichtiger Schritt aus der Armut in ein selbstbestimmtes Leben ist. Und ein Schulbesuch in Äthiopien ist nichts Selbstverständliches: Von den etwa 60 Millionen Menschen die in Äthiopien leben ist etwa die Hälfte unter 15 Jahre alt, 65% der Erwachsenen sind Analphabeten. Offiziell gilt in Äthiopien die Schulpflicht, sie wird jedoch nicht konsequent durchgesetzt. (Quelle Wikipedia 2007)

Durch diese lokal getragene Projektarbeit tragen Sie zum Wohle der Kinder und ihrer Familien bei.

Der wesentliche Vorteil des Patenschaftssystems ist die persönliche Beziehung zwischen Spender und Menschen im Projekt sowie die nachhaltige Sicherung der Finanzierung.

Durch regelmäßige Berichterstattung erleben Sie während Ihrer Kinderpatenschaft mit, wie Ihre Spende hilft und verändert.

Durch Einführung unserer Checklist für Mindeststandards für die Aufnahme eines Kindes sowie einer weiteren Kontrollsystem vor Ort haben wir ein System entwickelt, das Mißbrauch verhindert. Dies dient dem Wohl der Kinder und ist für Sie als Pateneltern absolut transparent.

  Checklist:

  • Das Kind muss auf der Liste von Vision for Children in Äthiopien stehen
  • Es muss möglich sein, ein Sparbuch für das Kind zu eröffnen
  • Das verantwortliche Team vor Ort (externe, unabhängige Vertrauensperson) überprüft, ob das Kind auch tatsächlich in Addis Abeba lebt, die Angaben über seine familiären Verhältnisse stimmen und es tatsächlich die Schule besucht. Von den      Kindern werden die persönlichen Daten aufgenommen, damit sich die Paten über die individuellen Lebensumstände informieren können.
  • Es muss zumindest einen Erziehungsberechtigten für das Kind geben.

Wer oder was ist SITOTA?

Der Name unseres Vereins „SITOTA" bedeutet auf amharisch äthiopisch „Das Geschenk". Wir sind eine gemeinnütziger Verein, der Kindern und Jugendlichen in Äthiopien eine Ausbildung ermöglicht.
Durch Mitglied- und Patenschaften verfolgen wir ein ehrliches, klares, gemeinsames Ziel – diesen Kindern Bildung angedeihen zu lassen, eine Perspektive zu geben, damit diese in Zukunft ein selbstbestimmtes Leben führen können. Wir sind davon überzeugt, dass Bildung der erste Schritt aus einem Leben in benachteiligten Verhältnissen bedeutet. Für SITOTA haben alle Kinder ein Anrecht darauf. In diesem Sinne setzen wir uns auch gleichberechtigt für die Bildung von Mädchen und Jungen ein.

Derzeit unterstützen wir 54 Kinder (Stand Juli 2015) und Jugendliche in Äthiopien. Sie sind im Alter von 5 bis 16 Jahren und gehen in unterschiedliche Schulen.

Sind Spenden steuerlich absetzbar?

Leider noch nicht. Eine Organisation muss seit mindestens drei Jahren ununterbrochen Geld für mildtätige Zwecke bzw. Zwecke der Entwicklungs- und/oder Katastrophenhilfe sammeln. Da SITOTA erst seit 2013 tätig ist, ist eine Spendenabsetzbarkeit erst ab 2016 möglich.

Wofür werden die Patenschaftsbeiträge eingesetzt?

Das Patenkind wächst weiterhin in seiner gewohnten Umgebung auf. Es erfährt keine dramatischen Veränderungen, dafür aber nachhaltige: Es lernt Lesen und Schreiben und wird nicht von seinen Eltern als Arbeitskraft eingesetzt.

Was mache ich bei einem finanziellen Engpass?

Sollte dies eintreten bitten wir Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen, um gemeinsam die beste Lösung zu finden (z.B. als Fördermitglied mit einem Beitrag Ihrer Wahl).
Generell gilt: Sie helfen nur so lange Sie können und wollen. Sie gehen mit der Übernahme einer Kinderpatenschaft keinerlei vertragliche Verpflichtungen ein.

Kommt mein Spendengeld wirklich an?

Wir setzen hohe Ansprüche an die Abwicklung aller Finanzen.
Die enge Zusammenarbeit mit äthiopischen NGOs (vor allem Vision for Children, >sh. Checklist) und Vertrauenspersonen vor Ort sowie eine stetige Kontrolle aller Finanztransaktionen, von Österreich nach Äthiopien und zu den Familien, ist für uns selbstverständlich.
Eine Partnerorganisation in Äthiopien unterstützt uns bei der Weiterleitung der Gelder an die Kinder, ein unabhängiger Mitarbeiter organisiert Kontakte bei Bedarf und überprüft die ordnungsgemäße Verwendung der Spenden.

Bei unserer ehrenamtlichen Arbeit sind wir darauf bedacht, die erhaltenen Gelder und Spenden effizient einzusetzen. Wir arbeiten transparent und informieren unsere Paten und Unterstützer umfassend und regelmäßig über unsere Tätigkeiten. Die enge Zusammenarbeit mit äthiopischen NGOs und Vertrauenspersonen vor Ort sowie eine stetige Kontrolle aller Finanztransaktionen, von Österreich nach Äthiopien und zu den Familien, ist für uns selbstverständlich.

Zusätzlich stellt unser lokaler Mitarbeiter sicher, dass die Kinder regelmäßig in die Schule gehen.

Wie hoch ist der Spendenanteil, der für die Projektarbeit eingesetzt wird?

Von Ihrer Spende von 30,- Euro pro Kind werden 26 Euro direkt für die Ausbildung verwendet. 2.- Euro fließen in Administration und Kontrolle und weitere 2.- Euro gehen an die Partner-NGO in Äthiopien (min. 200 EUR im Monat). Die Kontrolle der Zahlungsflüsse in Äthiopien übernimmt eine Partner-NGO mittels einer Vertrauensperson.

Unser Vereinskonto haben wir bei der BAWAG/PSK. Die Gelder gehen mittels Überweisung auf der Bank über ein Subkonto direkt an die Kinder, es gibt keinen Zwischenschritt. Einmal pro Monat wird die Abwicklung durch ein Vereinsmitglied und die Vertrauensperson vor Ort in Äthiopien kontrolliert.

Wie werden die Patenkinder ausgewählt?

SITOTA hat eine Checklist mit Mindesstandards für die Auswahl der Kinder entwickelt:

  • Das Kind muss auf der Liste von Vision for Children in Äthiopien stehen
  • Es muss möglich sein, ein Sparbuch für das Kind zu eröffnen
  • Das verantwortliche Team vor Ort (externe, unabhängige Vertrauensperson) überprüft, ob das Kind auch tatsächlich in Addis Abeba lebt, die Angaben über seine familiären Verhältnisse stimmen und es tatsächlich die Schule besucht. Von den      Kindern werden die persönlichen Daten aufgenommen, damit sich die Paten über die individuellen Lebensumstände informieren können.
  • Es muss zumindest einen Erziehungsberechtigten für das Kind geben.

Erhalte ich als Pate Informationen über mein Patenkind?

Als Patin bzw. Pate werden Sie regelmäßig über Ihr Patenkind informiert. Zunächst wird Ihnen ein Vorstellungsbrief von Ihrem Patenkind zugesandt. Jedes Jahr erhalten Sie eine Karte mit Weihnachtsgrüßen und einen Bericht, wie es dem Kind geht, welche Fortschritte es in der Schule macht und was ihm sonst noch Freude bereitet. Zudem übermitteln wir Ihnen jedes 2. Jahr einen ausführlichen Bericht über die Fortschritte des Projektes.

So klappt der Briefkontakt mit Ihrem Patenkind:
Rund 8-10 Wochen nach Eingang Ihrer ersten Beitragszahlung erhalten Sie von Ihrem Patenkind einen persönlichen Willkommensbrief. Der Briefkontakt mit Ihrem Patenkind ist völlig freiwillig. Ihr Patenkind freut sich jedoch bestimmt, wenn Sie ihm schreiben!

In welcher Sprache findet der Briefkontakt mit meinem Patenkind statt?
In welcher Sprache kann ich meinem Patenkind schreiben?

• Wenn Sie Englisch können, schreiben Sie bitte auf Englisch. Falls nötig, werden Ihre Briefe für Ihr Patenkind vor Ort in die Muttersprache übersetzt.
• Sie sprechen nicht Englisch? Kein Problem! Verfassen Sie Ihre Briefe auf Deutsch und wir übernehmen die Übersetzung ins Englische.

Wie funktioniert der Briefkontakt?

• Briefe an Ihr Patenkind schicken Sie bitte an unsere E-Mail-Adresse: und legen ein für den Überseeversand frankiertes Kuvert bei. Wir schicken Ihren Originalbrief (oder als Übersetzung) weiter. Antwortbriefe von Ihrem Patenkind erhalten Sie dann automatisch mit deutscher Übersetzung.

Gibt es Themen, über die ich meinem Patenkind nicht schreiben sollte?

Ja, denken Sie bitte an das Umfeld, in dem Ihre Briefe ankommen und vermeiden Sie, Luxusgüter und Wohlstandsartikel in Briefen und Fotos in den Vordergrund zu stellen. Vermeiden Sie bitte auch politische und religiöse Themen.

Kann ich meinem Patenkind ein kleines Geschenk schicken?

• Ja. Bitte achten Sie aber darauf, Ihre Sendung als Brief zu deklarieren, damit keine Zollgebühren anfallen. Das ist bis zu einem Gewicht von maximal 2 kg möglich. In diesem Fall brauchen Sie keinen grünen Zettel für den Zoll ausfüllen, dieser macht vor Ort sonst Probleme!
Bitte schicken Sie weder Bargeld, Schecks, noch Schmuck, da diese auf dem weiten Weg zu Ihrem Patenkind leicht abhanden kommen können. Es besteht jedoch die Möglichkeit Ihrem Patenkind und seiner Familie eine Sonderspende zukommen zu lassen.

Welche Geschenke sind ungeeignet für mein Patenkind?

Aus politischen, ethischen, gesundheitlichen oder gesellschaftlichen Gründen sind ungeignet: Arzneimittel, Nahrungsmittel/Saatgut, Getränke, Kriegsspielzeug, Waffen, Messer, keine Geschenke die schwerer als 2 kg sind, religiöses oder politisches Material, fremdsprachige Bücher, Bargeld, Schecks, Schmuck, CDs/DVDs.

Wie funktioniert ein Besuch bei meinem Patenkind?

Das BORG Jennersdorf hat seit vielen Jahren ebenfalls eine Kinderpatenschaft übernommen. Bei einer Reise des Direktors Peter Pommer mit Kollegen und StudentInnen in den Osterferien 2014 wurde eine Schulkooperation zwischen der BORG Jennersdorf und der Schule Abebe im Bezirk Arada vereinbart. So sollen österreichische und äthiopische SchülerInnen die Möglichkeit eines Bildungs- und Schüleraustausches erhalten.

Zum Film des BORG Jennersdorf

Ein Besuch Ihres Patenkindes bei Ihnen in Österreich ist nicht möglich.

Wie lange dauert eine Kinderpatenschaft?

Das entscheiden ganz alleine Sie! Denken Sie jedoch auch daran, dass für eine nachhaltige Entwicklung des Kindes eine langfrsitige Unterstützung wichtig ist. Durch Ihren Beitrag ermöglichen Sie den Schulbesuch eines Kindes. Durch den Schulbesuch erhält das Patenkind die Chance, eines Tages den Teufelskreis aus Armut, prekären Familienverhältnissen und keiner Schulbildung zu durchbrechen.

Manchmal scheidet ein Patenkind vorzeitig aus dem Projekt aus, zum Beispiel, wenn es eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, wenn es heiratet oder wenn die Familie des Kindes aus der Projektregion wegzieht. In einem solchen Fall schlagen wir Ihnen ein anderes bedürftiges Kind zur weiteren Förderung vor.

Unsere MitarbeiterInnen aus der Patenbetreuung beantworten gerne weitere Fragen.

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